Das „Erdschützerprojekt“ – warum?

Unser Konsum- und Lebensstil in den Industrieländern, insbesondere unser Ernährungsstil, gefährdet die individuelle Gesundheit, schädigt die globale Umwelt, ist sozial ungerecht und ist – wenn man die ökologischen und sozialen Folgekosten mit einbezieht – weder wirtschaftlich, noch zukunftsfähig. Mit unserem Konsum- und Lebensstil verursachen wir großes Leid bei Tieren, bei Menschen in armen Ländern und zerstören die Erde.

Bildung für nachhaltige Entwicklung bzw. Bildung zum Schutz der Erde sollte – dringender denn je - zum elementaren, selbstverständlichen Teil jeglicher Erziehung und Bildung werden. Das Bewusstsein dafür – und daher auch die finanziellen Mittel – sind bisher nur in viel zu geringem Maße vorhanden.

Die aktuelle Ganztagsschulentwicklung und der wachsende Bedarf an ganztägiger Ferienbetreuung stellen aktuell eine große Chance für die Bildung für nachhaltige Entwicklung bzw. die Bildung zum Schutz der Erde dar. Ein Angebot, das Kinder zur kreativen Mitgestaltung der Zukunft befähigt und ihnen hilft, nicht nur zu ihrer individuellen Gesundheit, sondern auch zum Schutz der Erde beizutragen, ist jedoch noch Mangelware – sowohl in der Schule, als auch im außerschulischen Bereich.

Um die durch diese Entwicklung entstehende Chance zu nutzen, müssen neue, fachlich qualifizierte, kostengünstige, mobile und flexible pädagogische Angebote entwickelt und erprobt werden, die für die Kinder hochattraktiv sind, aber auch auf die Bedürfnisse der Eltern, der Schulen und auf aktuelle politische Initiativen eingehen.

Ein Multiplikatorennetzwerk von freiberuflichen Umweltpädagogen mit einem durchdachten, mehrstufigen Konzept, wie es im Erdschützerprojekt angestrebt wird, gibt es auf dem Gebiet der Umweltbildung bisher noch nicht.

Alle 20 Minuten stirbt eine Art aus Ein Fünftel der Menschheit verbraucht  drei Viertel der Reichtümer der Erde