Das „Erdschützerprojekt“

Erfolgreiche pädagogische Antwort auf die zunehmende Gefährdung der Erde

Im Rahmen des mehrjährigen Modellvorhabens „Erdschützerprojekt“ haben wir einen eigenständigen und neuartigen Bildungsansatz entwickelt, dessen Ziel es ist, eine möglichst erfolgreiche pädagogische Antwort auf die zunehmende Gefährdung der Erde zu geben. Dieser Bildungsansatz - Bildung zum Schutz der Erde - ist detailliert beschrieben im Handbuch "Das Erdschützerprojekt".

Mit diesem Konzept möchten wir erreichen, dass breite Kreise von Kindern und Jugendlichen für den Schutz der Erde begeistert werden. Wir wollen bei ihnen einen achtungs- und verantwortungsvollen Umgang mit Tieren, Pflanzen und ihrer gesamten Mitwelt fördern und sie bei der Findung ihres Lebensziels und Lebenssinns unterstützen.

Eltern und im pädagogischen Bereich tätige Fachkräfte sollen durch die Modellprojektarbeit Anregungen erhalten, wie sie bei Kindern und Jugendlichen die nötigen Kompetenzen fördern können, die diese brauchen, um ihre Ideen für den Schutz der Erde und einen besseren gerechteren Planeten der Zukunft umzusetzen.

Zu einem erfolgreichen pädagogisches Bildungskonzept, das dem Schutz der Erde dienen will, gehören aber nicht nur die erfolgreiche Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Eltern sowie die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften, sondern auch eine langfristige Strategie für eine Ausbreitung des Konzepts. Denn Bildung zum Schutz der Erde ist Vorbildpädagogik. Der Wandel in der Bildung wird sich durch Menschen vollziehen,

  • die selbst eine höhere Ethik, wie sie die Goldene Regel bietet, vorleben,
  • die selbst das leben, was sie vermitteln,
  • die selbst lebenslänglich Freilernende aus ureigener Motivation sind,
  • die selbst ständig experimentieren, um neue Handlungsmöglichkeiten zu erproben, mit denen sie die Erde und ihre Mitlebewesen weniger schädigen,
  • die selbst eine tiefere Beziehung zu Tieren und Natur, mehr Mitgefühl und Einfühlungsvermögen für alle Mitlebewesen entwickelt haben,
  • die sich selbst ständig reflektieren und anderen daher in allen Situationen spontan Anregungen zur Selbstreflexion geben zu können,
  • die gelernt haben, feiner wahrzunehmen und somit in der Lage sind, "zwischen den Zeilen zu lesen", wodurch sie das erfassen, was Mitmenschen nicht sagen, aber meinen.

Leider werden diese Kompetenzen, Einstellungen, Werte und Wege im Rahmen bestehender Ausbildungen zu wenig oder gar nicht vermittelt, weshalb Menschen, die als VorbildpädagogInnen tätig werden wollen, Selbstlernwege suchen (müssen).

Damit sich innovative Bildung etabliert, sind auch professionelle Öffentlichkeitsarbeit, zielgruppenorientiertes Marketing, erfolgreiches Fundraising, Anregungen und Materialien für die Fachöffentlichkeit, der Aufbau von Kooperationen sowie qualitätsorientierte Personalentwicklung für den Aufbau eines überregionalen Mitarbeiter/innen-Netzwerks wichtig. Alle diese Aspekte bildeten Projektbausteine des mehrjährigen Modellprojekts "Das Erdschützerprojekt", das unter Trägerschaft des gemeinnützigen Vereins „Schützer der Erde“ erprobt wurde.

Die meisten Modellprojekte lassen viele der genannten Aspekte leider außer Acht. Es fehlt ihnen eine evolutionäre Dimension.
Mit Bildung zum Schutz der Erde streben wir einen viel tiefgehenderen, grundlegenderen und vor allem ganzheitlichen Wandel in der Bildung an.

Das Erdschützerprojekt, dessen Kern das aus mehreren Themenmodulen bestehende Kinderprojekt „Reise zum Planeten der Zukunft“ bildet, wurde bereits fünf Mal als offizielles Projekt der UN-Weltdekade zur Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie zwei Mal (2011 und 2012) als WERKSTATT-N-Projekt ausgezeichnet und gehört zu den Preisträgern im Wettbewerb „Bürger initiieren Nachhaltigkeit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die Kinder finden ein geheimnisvolles Buch Die erste der Kisten wurde gefunden