Qualitätskriterien und Qualitätsstandards des Erdschützerprojekts

„Reise zum Planeten der Zukunft“:
Qualitäts- und Markenzeichen für eine bestimmte Art von „Umweltbildung“

Die Erdschützerausbildung unter dem Kindertitel „Reise zum Planeten der Zukunft“ soll Qualitätsbegriff und Markenzeichen für ein ganz bestimmtes, zielorientiertes pädagogisches Konzept (siehe „Inhalte der Erdschützerausbildung“) sein. Dieses hat als schlüssiges, in sich stimmiges und an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiertes Konzept ein klares Profil und orientiert sich an best-practice-Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wir verwenden nicht den auf den Menschen bezogenen Begriff „Umweltbildung“, da wir einen grundlegenderen Wandel anstreben: Es geht nicht nur um die Erhaltung der Lebensgrundlagen für die Menschen, sondern um den Schutz allen Lebens auf der Erde. Das schließt die Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere ein.

Qualitätskriterien

Qualität der Durchführung
Jedes Projekt wird gemeinsam mit allen Beteiligten ausgewertet. Der Erfolg einer Projektdurchführung wird an folgenden Kriterien überprüft

  • der freiwilligen Beteiligung der Kinder (Anmeldequoten),
  • der Bewertung aller Aktivitäten durch die Kinder (Fragebogen),
  • den Ideen und Vorschlägen der Kinder für eine lebenswerte Zukunft
  • dem durch das Projekt ausgelösten freiwilligen Engagement
  • den Rückmeldungen der Eltern (Fragebogen)
  • den Rückmeldungen der beteiligten Lehrer/innen (bei Schulprojekten)

Aufgrund der mit Hilfe dieser Daten erstellten Selbstevaluation und der Ergebnisse von Fremdevaluationen wird die Erdschützerausbildung ständig weiterentwickelt.

Qualität der Rahmenbedingungen

  • bei allen Projektwochen der Erdschützerausbildung erhalten die Kinder eine hochwertige, vegetarische Ernährung mit Lebensmitteln aus kontrolliert-biologischem oder noch höherwertigerem Anbau.
  • Die Kinder entscheiden bei der Auswahl der Speisen mit.
  • Betreuer-Kind-Schlüssel: mindestens 1:8, bei Ferienprojekten besser: 1:5 oder 1:4.


Qualität der Ausbilder/innen (Projektleiter/innen)

  • Ausbilder/innen verfügen über eine pädagogische oder gleichwerte Ausbildung.
  • Sie sind Vorbild. Sie geben nur das weiter, was sie auch selbst vorleben.
  • Sie leben Kindern die Achtung vor Natur, Tieren und der gesamten Mitwelt vor.
  • Sie achten Kinder als Partner (Partizipation) und stülpen ihnen nichts über.


Der ethische Standpunkt der Ausbilder/innen als Qualitätskriterium

  • Das Mitarbeiterteam vertritt den Grundwert: alles Leben ist schützenswert.
  • Im weiten Spektrum der Umweltbildung und des Tier- und Naturschutzes gibt es unterschiedliche ethische Standpunkte und Werthaltungen. Das Modellprojekt „Erdschützerausbildung“ will dazu beitragen, dass ein Austausch über diese unterschiedlichen ethischen Standpunkte und Werthaltungen von Tier-, Natur- und Umweltschutzorganisationen stattfindet und ein gemeinsamer Grundkonsens erarbeitet wird.
Kinder lernen gerne und freiwillig - wenn man ihre Bedürfnisse respektiert Achtung vor dem Leben - auch der allerkleinsten Tiere - lernen Wir achten Kinder als Partner und gehen auf ihre Bedürfnisse ein