Erdschützer-Netzwerk
Multiplikatorennetzwerk für eine erfolgreiche pädagogische Arbeit zum Schutz der Erde
- Zielsetzung
- Nachfrage
- Vorteil des Multiplikatorennetzwerks
- Kriterien für die Auswahl der Multiplikator/innen im Erdschützer-Netzwerk
- Wie viel Zeit und Geld muss ich für die Aufnahme im Netzwerk investieren?
- Was bringt mir die Weiterbildung und die Aufnahme ins Erdschützer-Netzwerk?
- Kann ich von der Tätigkeit im Erdschützer-Netzwerk meinen Lebensunterhalt bestreiten?
- Organisationsform des Netzwerk
- Wie kann ich Teil des Erdschützer-Netzwerks werden?
- Aufgabe / Rolle von ALBERINO Naturerleben & Umweltbildung
1. Zielsetzung
Ziel des Multiplikatorennetzwerks ist es, einen möglichst erfolgreichen Bildungsansatz mit klar definierten Qualitätsmerkmalen überregional zu verbreiten. Dieser Ansatz zeichnet sich aus durch
- die erfolgreiche Umsetzung von best-practice-Kriterien der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“,
- zahlreiche Kooperationen und bundesweite Anerkennung (mehrfache Auszeichnungen),
- eine Sichtweise, die noch über das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung hinausgeht. Es geht dabei nicht nur um den Schutz der Lebensgrundlagen für die Menschen, sondern um den Schutz allen Lebens. Die Vision einer gewaltfreien Erde beinhaltet auch den Respekt und die Achtung vor der Würde und dem Lebensrecht der Tiere. Darum verwenden wir den Begriff „Erdschützer“ und nicht Um-Welt-Schützer. Denn der Begriff „Umweltschutz“ spiegelt die menschenzentrierte Sichtweise wider.
2. Nachfrage
Erfolgreiche Umweltbildung / Bildung zum Schutz der Erde sollte eigentlich Teil jeglicher Pädagogik sein – in der Schule, im Kindergarten, im Hort, auf Abenteuerspielplätzen und Jugendfarmen, bei Ferienfreizeiten u. a. Dafür werden Pädagog/innen gebraucht, die glaubwürdige Vorbilder sind und gut qualifiziert sind. Die Titel „Umweltpädagoge“ oder „Naturpädagoge“ sind nicht geschützt. Jeder kann sich so nennen. Und so gibt es eine riesige Bandbreite von Aktivitäten, die für sich den Anspruch erheben, „Umweltbildung“ zu sein. Der Nachweis, ob durch die Umweltbildungsaktivitäten (z.B. Naturführungen, Indianerwochen, Lehmofenbau,...) tatsächlich die angestrebten Ziele (z.B. „Erwerb von Gestaltungskompetenz“, Bewusstseinserweiterung, Wertewandel, Verhaltensänderungen, etc.) erreicht werden, steht aus. Meist wird nicht einmal der Versuch unternommen, einen solchen Nachweis zu erbringen. Auch Eltern werden so gut wie nie einbezogen.
Das Erdschützerkonzept ist so gestaltet, dass es nicht nur in alle pädagogischen Bereiche integrierbar ist. Es legt auch Wert darauf, dass die Leitungskräfte gute Vorbilder und speziell qualifiziert sind. Mit geeigneten Methoden wird der Erfolg der Projekte ständig im Rahmen unserer Möglichkeiten überprüft. Eltern sind stets einbezogen.
Speziell geschulte Leitungsfachkräfte - Erdschützercoaches -, die unter Berücksichtigung der Prinzipien und Qualitätskriterien des Erdschützerkonzepts arbeiten, werden gebraucht, um einerseits im Rahmen von Ferienprogrammen oder Klassenfahrten modellhaft dieses Konzept umzusetzen. Sie werden auch als Moderator/innen oder Leiter/innen von Fortbildungsveranstaltungen, Schulentwicklungsprozessen, als Berater/innen für innovative pädagogische Konzepte sowie als Impulsgeber in zahlreichen Einsatzfeldern nachgefragt.
Zur Umsetzung des Erdschützerkonzepts werden aber auch ehrenamtliche Mitarbeiter/innen benötigt, die inbesondere bei der Durchführung von Ferienprojekten mitwirken. Diese qualifizieren wir weiter zu Erdschützer-Jugendbegleitern.
Talentierte Erdschützer-Jugendbegleiter, die in der Lage sind, größere pädagogische Verantwortung zu übernehmen und die eine pädagogische Ausbildung absolvieren oder abgeschlossen haben , können sich zu Pionieren der Zukunft weiterbilden, um dann eigenständig kleinere Projektangebote umsetzen, wobei sie Unterstützung im Netzwerk erfahren.
ALBERINO Naturerleben & Umweltbildung berät und coacht die Teilnehmer/innen des Netzwerks bei der Entwicklung neuer pädagogischer Konzepte und auch bei der Gewinnung von Fördermitteln.
3. Vorteil des Multiplikatorennetzwerks
Auf diese Weise soll eine möglichst erfolgreiche pädagogische Antwort auf die zunehmende Gefährdung der Erde an möglichst vielen Standorten verbreitet werden. Durch den Synergieeffekt wird erreicht, dass
- Kosten eingespart werden können;
- ein bundesweites Team mit gemeinsamem Austausch, gegenseitiger kreativer Befruchtung und Kooperation entsteht;
- gemeinsame Schulungen durchgeführt werden können, um den bestmöglichen Qualitätsstandard zu erreichen;
- die Ergebnisse dieser Arbeit nicht nur selbst, sondern auch fremd evaluiert (überprüft und ausgewertet) werden können;
- dafür eine gemeinsame Finanzierungsform gefunden werden kann (Fördermitgliedschaften, Paten, Spender, Sponsoren, eigene Stiftung, wirtschaftliche Partnerprojekte etc.), die zum Teil auch dezentral funktioniert.
Der Synergieeffekt soll dazu führen, dass das Recht der Kinder auf eine zukunftsfähige Bildung, eine Bildung zum Schutz der Erde, eingelöst wird.
Für die Multiplikator/innen hat das Netzwerk folgende Vorteile:
- Die Netwerkmitglieder profitieren in ihrer Arbeit von einem erprobten und erfolgreichen Konzept.
- Sie sind Teil eines Netzwerks, eines großen Teams mit gleicher Zielsetzung. Das ermöglicht Austausch, Zusammenarbeit und gemeinsame Weiterbildung.
- Die Akquisition von Aufträgen, die Werbung, das Projektmanagement etc. wird wesentlich erleichtert. Würde jede/r Multiplikator/in für sich alleine tätig werden, müsste jede/r ein eigenes erfolgreiches Projekt mit eigenen Materialien und Requisiten, mit eigener Marketingstrategie, mit eigenen Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit (Videos, Prospekte, Broschüren, Homepage usw. ) entwickeln und verkaufen sowie die verkaufsfördernden Auszeichnungen erarbeiten und sich dafür bewerben.
- Sie profitieren vom gemeinsamen Einwerben von Finanzmitteln und von den Erfahrungen erfolgreicher Finanzierungslösungen.
4. Kriterien für die Auswahl der Multiplikator/innen im Erdschützer-Netzwerk
- Die Fachkräfte setzen Werte und Handlungsmöglichkeiten der Bildung zum Schutz der Erde in vorbildlicher Weise in ihrem persönlichen Leben um, die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen streben dies ebenfalls an.
- Sie identifizieren sich mit unserem Schwerpunkt, der Förderung einer vegetarisch-ökologischen Ernährung.
- Sie bejahen und leben die zentralen Werte der Erdschützerausbildung: Alles Leben ist schützenswert.
- Sie orientieren sich an der goldene Regel - „Was Du nicht willst, das man Dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ – und wenden diese auch auf den Umgang mit allen anderen Lebensformen an. Sie bejahen daher das Recht der Tiere auf Leben.
- Sowohl die Regionalverantwortlichen (freien Mitarbeiter/innen, die einen neuen Standort aufbauen), als auch Honorarkräfte, die beim Aufbau des Erdschützer-Netzwerks mitarbeiten, haben in der Regel ein festes Standbein für ihre Existenz. Der Aufbau einer Vollexistenz von Anfang an ist in der Regel nicht möglich.
- Erdschützercoaches verfügen über eine pädagogische Ausbildung. Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen setzen wir voraus.
- Sie verfügen über umfangreiches Wissen zum Thema „nachhaltige Entwicklung“ / „Schutz der Erde“.
- Wer im Erdschützer-Netzwerk mitarbeiten will, sollte Kindern und Jugendlichen auch durch sein freiwilliges Engagement zum Schutz der Erde ein gutes Vorbild sein, um auch diese wiederem für den selbstlosen Einsatz zum Schutz der Erde begeistern und motivieren zu können.
5. Wie viel Zeit und Geld muss ich für die Aufnahme im Netzwerk investieren?
Voraussetzung für die Mitarbeit im Erdschützer-Netzwerk ist eine Theorie-Praxis-Ausbildung. Diese beginnt mit der Ausbildung zum Erdschützerjugendbegleiter. Passend zu jedem Themenmodul von "Reise zum Planeten der Zukunft" gibt es Methodenworkshops. Die Qualifikation als Erdschützerjugendbegleiter wird durch die erfolgreiche Teilnahme an zwei Methodenworkshops à 2,5 Tagen sowie ein zweiwöchiges Praktikum bei Ferienprojekten an den bisherigen Standorten Köln, Marktheidenfeld oder Stuttgart erworben. Die Anleitung eines Angebot gehört ebenfalls dazu. Für junge Menschen, die längerfristig ehrenamtlich bei einem Trägerverein (derzeit Schützer der Erde e.V. oder BUND Köln) mitarbeiten wollen, ist diese Ausbildung kostenlos.
Wer eine pädagogische Ausbildung absolviert oder abgeschlossen hat, kann sich in einer 9-tägigen, berufs- und studienbegleitenden Weiterbildung "Abenteuerliche Natur- und Umweltbildung" zum "Pionier der Zukunft" weiterqualifizieren. Dabei wird die Entwicklung eigener, innovativer Praxisprojekte trainiert, die sich an best-practice-Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung orientieren.
Wer diese Zusatzqualifikation absolviert hat und die Voraussetzungen als "Erdschützercoach" erfüllt, kann die jeweiligen Module leiten.
Detaillierte Informationen (Inhalte, Termine, Kosten etc.) über Workshops und Weiterbildung gibt es unter www.schuetzer-der-erde.de.
6. Was bringt mir die Qualifikation zum Erdschützercoach und die Aufnahme ins Erdschützer-Netzwerk?
- Persönliche Weiterbildung: Eine sehr gute Theorie-Praxis-Ausbildung in best-practice der Bildung für nachhaltige Entwicklung, die auf praktischen Erfahrungen und Erfolgen beruht. Die Teilnehmer/innen haben dadurch eine ausgezeichnete Grundlage, um selbst erfolgreich eigene pädagogische Projekte zum Schutz der Erde entwickeln und umsetzen zu können. Diese Kompetenzen sind gefragt, um (Ganztags-)Schulen sowie außerschulischen Betreuungseinrichtungen (z.B. Abenteuerspielplätzen und Jugendfarmen) bei der Weiterentwicklung ihrer Konzeptionen zu unterstützen.
- Möglichkeit der Mitarbeit auf Honorarbasis: Wer die Qualifikation als "Erdschützercoach" erworben hat , kann als Leitungskraft auf Honorarbasis an bestehenden Standorten (z.B. Marktheidenfeld, Stuttgart, Köln) bei Ferienprojekten oder bei Klassenfahrten mitarbeiten.
- Möglichkeit, unser Konzept mit Markennamen zu nutzen: Erdschützercoaches können unser Konzept im Rahmen von Schulprojektangeboten, Klassenfahrtangeboten, Ferienprogrammangeboten, fortlaufenden Nachmittagsangeboten umsetzen. Sie können z.B. mit Ganztagsschulen oder Einrichtungen der außerschulischen Jugendbildung kooperieren. Sie können das Erdschützerkonzept auch als (fortlaufendes) Kursangebot an einer VHS, in einem Umweltzentrum o. ä. anbieten. Der Vorteil: für Eltern und Veranstalter ist das Projektkonzept transparent. Das Projekt „Reise zum Planeten der Zukunft“ hat einen sehr guten Ruf, ist gut dokumentiert und wird im Internet überregional beworben. Die Multiplikator/innen profitieren von diesen Referenzen und der Öffentlichkeitsarbeit.
- Möglichkeit der freien Mitarbeit als Multiplikator/in an selbst gewähltem Standort: Wer in Absprache mit uns einen neuen Standort aufbaut, um dort das Projekt einzuführen, wird von uns durch Coaching, Beratung und beim Fundraising unterstützt. Der Erfolg hängt vom eigenen Engagement des Multiplikators / der Multiplikatorin ab. Die örtlichen Werbemaßnahmen, die Vorbereitungen und Nachbereitungen sowie die Dokumentation liegen in der Hand des/der Multiplikator/in. Ein gelungenes Beispiel für den Transfer ist der Aufbau des neuen Standortes Köln (siehe: www.naturkinderferien.de und "Reise zum Planeten der Zukunft" beim BUND Köln)
- Austausch, Beratung und Coaching im Netzwerk: ALBERINO Naturerleben & Umweltbildung unterstützt die Entwicklung und Umsetzung neuer Modellprojekte nach best-practice-Kriterien (inklusive Förderantrag) durch Fortbildung, Beratung und Austausch. Dabei kann die gemeinsame Kreativität zur Entwicklung neuer Modellprojekte genutzt werden und es besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Netzwerkmitgliedern sowie zur Bildung von Leitungs-Teams. Die Netzwerkmitglieder erhalten im Rahmen dieser Veranstaltungen auch Hilfe und Beratung bei der Suche und Beantragung von Fördermitteln.
7. Kann ich von der Tätigkeit im Erdschützer-Netzwerk meinen Lebensunterhalt bestreiten?
Das hängt vom Einsatz, den Fähigkeiten und individuellen Voraussetzungen ab. Eine Teilzeitbeschäftigung oder eine bereits aufgebaute selbständige, stabile Existenz sind gute Voraussetzungen, um durch die Tätigkeit als Honorarkraft oder Freie/r Mitarbeiter/in eine Vollexistenz sichern zu können.
Wer keine Teilzeitbeschäftigung oder freiberufliche, stabile Basis hat, kann - bei entsprechendem Talent – durch zusätzliche Modellprojektentwicklungen und deren Umsetzung, die von Stiftungen oder öffentlichen Stellen bezuschusst werden, auch eine Vollexistenz sichern.
Eine weitere Option ist die Entwicklung eines eigenen, pädagogischen Konzepts (z.B. Erdschützerschule, Erdschützerhort, Erdschützerzentrum etc.) das von staatlichen Stellen bezuschusst werden kann (eine Chance für Pädagog/innen). Bei der Entwicklung eines solches Konzeptes und der Beantragung von Zuschüssen ist ALBERINO Naturerleben & Umweltbildung behilflich.
8. Organisationsform des Netzwerks
Bei dem Netzwerk handelt es sich um einen Verbund von Fachkräften und Ehrenamtlichen, die auf der Grundlage einer gemeinsamen Zielsetzung zusammenarbeiten, aber um keinen Verein. Honorarkräfte können als Mitarbeiter/innen der örtlichen Trägervereine (z.B. „Schützer der Erde e.V.“ oder BUND Köln) oder von dem Unternehmen ALBERINO Naturerleben & Umweltbildung (z.B. für die Leitung von Klassenfahrten) engagiert werden. Wer einen neuen Standort aufbauen will, sollte dort – in der Regel - einen gemeinnützigen Trägerverein als Kooperationspartner suchen.
9. Wie kann ich Teil des Erdschützer-Netzwerks werden?
Sie wollen im Erdschützer-Netzwerk mitarbeiten? Dann bewerben Sie sich mit unserem Bewerbungsformular. Derzeit ist ein Einstieg jährlich über die Schulung für ehrenamtlicher Jugendbegleiter möglich. Diese ist verknüpft mit Praxiseinsätzen bei Kinderprojekten. Eine Bewerbung ist ganzjährig möglich. Die Auswahl findet jedoch jährlich vor Beginn der ersten Workshops bzw. der Weiterbildung „Abenteuerliche Natur- und Umweltbildung" statt.
10. Aufgabe / Rolle von ALBERINO Naturerleben & Umweltbildung
ALBERINO Naturerleben & Umweltbildung
- bildet Mitarbeiter/innen des Netzwerks aus,
- betreibt das gemeinsame Internetportal www.naturkinderferien.de mit Hinweisen auf die unterschiedlichen Veranstalter der Erdschützerprojekte,
- unterstützt den Aufbau des Netzwerks mit bundesweiter Öffentlichkeitsarbeit und Fundraisingaktivitäten,
- berät und coacht die Mitarbeiter/innen im Netzwerk.
ALBERINO Naturerleben & Umweltbildung erhebt für die von ihm erbrachten Leistungen Teilnehmergebühren, Honorare oder (anteilige) Kostenerstattungen. Unser Zielbild ist ein großes dezentral organisiertes Unternehmen, dessen Mitarbeiter/innen mit Unternehmergeist zur weiteren Verbreitung unserer erfolgreichen Erdschützerprojekte beitragen.